Wohnungsbau 6,9 % teurer als vor einem Jahr - Mehrwertsteuererhöhung treibt Baupreise nach oben

Der Preisindex für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Hessen lag im Februar 2007 um 6,9 % höher als vor einem Jahr. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilte, ist dies die höchste Jahresteuerungsrate seit Februar 1992.

Schon im November 2006 war die Jahresteuerungsrate auf lange nicht erreichte 3,2 % gestiegen, nachdem sie im August 2,0 % und im Mai 1,4 % betragen hatte.
Der Preissprung dürfte maßgeblich durch die Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2007 von 16 auf 19 % verursacht worden sein. Eine vollständige Weitergabe der Mehrwertsteuererhöhung führt zu Preissteigerungen um 2,6 %. Von November 2006 bis Februar 2007 ist der Index der (jeden dritten Monat erhobenen) Bauleistungspreise außergewöhnlich kräftig um 4,1 % gestiegen. In den Quartalen davor wurden lediglich Zunahmen um 1,2 % bzw. 1,0 % beobachtet. Dies lässt vermuten, dass die Mehrwertsteuererhöhung tatsächlich in vollem Umfang an die Bauherren weitergegeben wurde.

Ein weiterer wesentlicher Grund für das starke Anziehen der Baupreise der vergangenen zwölf Monate sind die teilweise beträchtlich gestiegenen Materialkosten. Insbesondere Produkte aus Metall sind auf Grund steigender Weltmarktpreise für Metalle deutlich teurer geworden. Auch die Preise für Holz gingen nach oben. So ist zu erklären, dass die Jahresteuerungsraten für Klempnerarbeiten (+ 13,6 %), für Zimmer- und Holzbauarbeiten (+ 13,1 %) und für Stahlbauarbeiten (+ 11,4 %) sogar im zweistelligen Bereich lagen. Dagegen stiegen die Preise für das Verlegen von Fliesen und Platten (+ 2,6%) sowie von Parkett (+ 2,2 %) und für Erdarbeiten (+ 2,5 %) erheblich langsamer.

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