Was bei einem Grundstückskauf zu beachten ist

Wer den Platz gefunden hat, den er für (s)eine zukünftige Bebauung nutzen will, sollte einige Dinge beachten, um bösen Überraschungen weitestgehend aus dem Weg zu gehen. Nachdem die Finanzierung geklärt ist, sollte der erste Weg zu einem Notar führen.

Dieser wird den Kaufvertrag entwerfen und beurkunden. Dabei übernimmt er auch den Schriftverkehr mit den notwendigen Behörden.

Das Grundbuch, indem sich alle Aussagen zu Hypotheken sowie Rechten und Belastungen das Grundstück betreffend befinden, sollte in jedem Falle zum Vertragsbestandteil gemacht werden. In das Grundbuch sollte auch eine sogenannte Auflassungsvormerkung eingetragen werden, da der Käufer erst Eigentümer des Grundstückes wird, wenn die Umschreibung im Grundbuch erfolgt ist. Die Umschreibung erfolgt in der Regel viel später als die notarielle Beurkundung über den Kauf.

Sämtliche Dokumente auf die im Kaufvertrag Bezug genommen wird (z. B. Karten, Pläne usw.) sollten ebenfalls der Vertragsurkunde zu Grunde gelegt werden.

Neben dem Kaufpreis, der im Kaufvertrag genau ausgewiesen sein sollte, muss auch die Zahlung zurückliegender Erschließungskosten eindeutig geregelt sein.

Für komplizierte rechtliche Sachverhalte (z. B. bei Änderung von Verjährungsfristen) empfiehlt sich die Zuhilfenahme eines Rechtsanwaltes.

Die Kaufpreissumme sollte in keinem Fall unmittelbar an den Verkäufer gezahlt werden. Stattdessen ist es aus Gründen der Absicherung sinnvoll den Betrag auf ein sogenanntes Notaranderkonto einzuzahlen.

Wenn man ein Haus zusammen mit einem Grundstück aus einer Hand (Bauträger) erwirbt, müssen die Nebenkosten wie z.B. die Notargebühren und die Grunderwerbssteuer für den kompletten Kaufpreis (Bodenwertanteil und Gebäudeanteil) bezahlt werden.

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