Wintergarten

Ein Wintergarten kann bei Neubauten von vorneherein geplant und entsprechend in das Gebäude integriert oder nachträglich eingebaut werden. Er stellt eine attraktive, lichtdurchflutete Erweiterung des Wohnraums dar und funktioniert nach dem Prinzip der passiven Sonnenenergienutzung (Treibhauseffekt als Wärmequelle). Vor Überhitzung sollte der Wintergarten durch gute Belüftungs- aber auch durch Verschattungsmöglichkeiten geschützt werden (z. B. Rollos oder durch Pflanzen, die im Wintergarten besonders gut gedeihen). Die Konstruktion besteht aus einem Gerüst oder Skelett aus Holz, Stahl, Aluminium oder Kunststoff sowie aus der Verglasung z. B. aus Isolierglas (siehe Fensterglas) oder Plexiglas (Acrylglas).

Zum nachträglichen Anbau eines Wintergartens muss ein Bauantrag gestellt, eine Baugenehmigung eingeholt werden. Es gibt vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten: Der Wintergarten kann vorgebaut, teilweise ins Gebäude integriert, als Überdachung eines Innenhofes, als Verglasung von Terrasse, Loggia oder Balkon, eventuell auch auf einer Garage errichtet werden. Die Nutzungsmöglichkeiten eines Wintergartens (ohne Zusatzheizung) richten sich nach den Himmelsrichtungen:

  • Süden: Im Frühjahr, Sommer, Herbst und an sonnigen Wintertagen als Wohnraum nutzbar.
  • Westen: Das ganze Jahr über als thermische Pufferzone (die die Wärmeverluste des Hauses abmildert), an sonnigen Tagen ab mittags als Wohnraum nutzbar.
  • Norden: Das ganze Jahr über als thermische Pufferzone nutzbar.
  • Osten: Das ganze Jahr über als Pufferzone an sonnigen Tagen bis mittags als Wohnraum nutzbar. Diese Lage ist außerdem gut geeignet für die Pflanzenzucht.

Die nachträgliche Anlage eines als Wohnraum nutzbaren Wintergartens wird nach dem CO2-Minderungsprogramm gefördert.

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