Werkvertrag

Im Unterschied zum Dienstvertrag, bei dem die Arbeitsleistung als solche geschuldet wird, ist ein Werkvertrag laut BGB (§§ 631-650) ein Vertrag, in dem sich der Auftragnehmer zur fristgemäßen Herstellung einer Sache oder eines bestimmten Erfolges für ein Festhonorar verpflichtet oder für ein nach Regelwerken zu berechnendes Honorar (im Falle des Architektenvertrages gemäß der HOAI, im Falle des Unternehmers / Handwerkers gemäß der VOB).

Ist das Werk (bei der Abnahme) nicht von der vereinbarten Qualität (Baumängel), so kann der Auftraggeber zunächst nur eine Nachbesserung innerhalb einer angemessenen Frist verlangen. Erst wenn der Auftragnehmer diese Frist unverrichteter Dinge verstreichen lässt und wenn die Mängel auf seinem Verschulden beruhen, können Ersatzansprüche an ihn gestellt werden (Dies ist unabhängig von den Ansprüchen aus der Gewährleistung, deren Fristen je nach Vertragsgrundlage unterschiedlich sind.) Die Vergütung ist bei Abnahme der Leistung durch den Bauherrn / die Bauherrin zu zahlen. Der Auftragnehmer hat für seine Forderungen aus dem Werkvertrag ein gesetzliches Pfandrecht an den von ihm erstellten Sachen oder Leistungen.

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