kanzerogen

Kanzerogen heißt krebserzeugend. Manche Baustoffe bzw. deren Inhaltsstoffe sind höchstwahrscheinlich kanzerogen: Asbest und lungengängige Mineralfasern können Lungenkrebs auslösen; andere stehen im Verdacht, so zu wirken (bzw. wenn sie verbrennen): z. B. Bitumen, Chlorkohlenwasserstoffe, Dioxin, Formaldehyd, Montageschäume, bestimmte Holzschutz- und Brandschutzmittel. Auch radioaktive mineralische Baustoffe mit hohen Radongehalten können Krebs erzeugen (siehe Innenraumbelastung). Wiederum andere können indirekt zur Krebsentstehung beitragen, z. B. FCKW durch die Zerstörung der vor der UV-Strahlung schützenden Ozonschicht (Hautkrebs).

Das Krebsrisiko ist nicht durch absolute Grenzwerte oder objektiv zu bestimmen, sondern es ist je nach der organischen Verfassung eines Menschen verschieden: Bei manchen Menschen reichen schon geringe Mengen eines Stoffes bzw. kurze Expositionszeiten, um Krebs auszulösen, andere müssen schon viel größeren Mengen oder Dosen ausgesetzt werden bzw. viel längeren Zeiten, um gefährdet zu sein. Da man aber um die Kanzerogenität mancher Baustoffe weiß, sollte man soweit möglich vorbeugend handeln und auf sie verzichten (siehe auch MIK-Werte).

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