Innenraumbelastung

1. Raumluft

Die Verwendung neuartiger Baustoffe, Renovierungsmaterialien und Verarbeitungspraktiken seit etwa zwei Jahrzehnten hat eine Vielzahl neuer und zum Teil gesundheitsbelastender Stoffe mit sich gebracht. Verschärft werden diese Belastungen durch die Isolierung und Abdichtung aus Wärme- und Schallschutzgründen sowie durch unzureichende Belüftung. In Räumen häufig anzutreffende Schadstoffe sind

  • Formaldehyd (aus Holzwerkstoffen, z. B. Spanplatten; Teppichböden u.a.);
  • Holzschutzmittel, Fungizide;
  • Lösemittel, Weichmacher (z. B. von Anstrichen, Klebstoffen);
  • belasteter Hausstaub.

Viele dieser Stoffe können über Tage, einige sogar über Jahre die Innenraumluft belasten und die Gesundheit der sich dort aufhaltenden Menschen schädigen, insbesondere wenn sie kombiniert auftreten (siehe MIK-Werte).


2. Elektromagnetische Einflüsse / Strahlungen

Beeinträchtigungen und Gefährdungen der Gesundheit in Innenräumen können auch folgende Ursachen haben:

  • die Zunahme der Elektroinstallationen belastet die Innenräume durch elektromagnetische Felder;
  • der vermehrte Einsatz z. B. von Teppichböden und Vorhängen aus Kunststoff führt zu elektrostatischen Aufladungen;
  • der Einsatz größerer Eisen- und Stahlmengen (z. B. als Bewehrung des Betons) verändert das natürliche Erdmagnetfeld und führt zu magnetischen Anomalien;
  • manche mineralischen Baustoffe (u.U. Bims, Gips) haben hohe Gehalte an dem Edelgas Radon. Es zerfällt unter Freigabe von Radioaktivität (noch stärker sind allerdings bestimmte geologische Untergründe, z. B. Tiefengesteine, u.U. radon belastet). Dies kann Krebs erzeugen (z. B. Lungenkrebs).

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