Fluorkohlenwasserstoff / FCKW

Fluorkohlenwasserstoffe (FCKW), sehr langlebige Verbindungen (ca.10 Jahre), schädigen maßgeblich die stratosphärische Ozonschicht. Dies hat zu einer Zunahme der UV-Bestrahlung der Erdoberfläche und damit z. B. zu einer Erhöhung der Hautkrebsrate geführt. Außerdem trägt FCKW (bzw. seine Ersatzstoffe) zu etwa 20 % zum vom Menschen produzierten Treibhauseffekt bei.
Der flüssige oder gasförmige Stoff ist nicht brennbar, wärmedämmend und ungiftig. Er kam lange und vielfältig (z. B. in der Kältetechnik und beim Aufschäumen von Wärmedämmstoffen) zum Einsatz, bis seine Schädlichkeit erkannt wurde. Seit Ende 1994 kommen hierzulande meist nur noch teilhalogenierte oder chlorfreie FCKW (FKW) zum Einsatz, aber auch diese Alternativen sind keineswegs unschädlich und wirken als extreme Treibhausgase. Auf das Bauen und Wohnen bezogen gibt es drei Haupteinsatzbereiche:
Die Kälte- und Klimatechnik ist in Deutschland der Sektor mit dem höchsten FCKW-Verbrauch: 500 t voll- und 5.000 t teilhalogenierte Kältemittel jährlich (ohne Autoklimaanlagen). Dazu kommen noch 1.500 t FKW. Der Löwenanteil entfällt auf die gewerbliche und industrielle Anwendung, der kleinere Teil auf Gebäude-Klimaanlagen, Transport- und Haushaltskälte.
Auch in der Herstellung von Dämmschäumen ist der FCKW-Ausstieg in Deutschland noch fern. Zwar wurden bereits 10.000 t vollhalogenierter FCKW durch Pentan und CO2 ersetzt, doch immer noch gelangen jährlich rund 5 200 t teilhalogenierter FCKW zum Einsatz. Hinzu kommen 1.400 t FKW. Die Hauptanwendung der teilhalogenierten FCKW ist der wasserabweisende und druckfeste Dämmschaum aus extrudiertem Polystyrol (Styropor). Die Ausgasung „harter“, d.h. vollhalogenierter FCKW aus Dämmschäumen - etwa in Gebäuden - wird noch bis in die zweite Hälfte des 21. Jahrhunderts mit jährlich über 1.000 Tonnen andauern. Deutschland ist über zwei Jahrzehnte lang FCKW-Großverbraucher gewesen. FKW dienen auch als Treibmittel in PU-Montageschäumen.

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