Eigenleistung

Mit Eigenleistung bezeichnet man die persönliche Arbeitsleistung, die für den Bau oder Ausbau eines Bauwerks (Ausbauhaus) eingesetzt wird (z. B. für die Ausfüllung von Gefachen, sanitäre Installationen mit Stecksystemen, Selbstbau-Garagen). Sie wird als Teil des Eigenkapitals grundsätzlich zu Unternehmerpreisen bewertet. Bauherren, die Eigenleistung zusammen mit Hilfskräften durchführen, haben diese Arbeiten als Unternehmer nicht gewerbsmäßiger Bauarbeiten bei der örtlich zuständigen Bau-Berufsgenossenschaft anzumelden, die Namen der beschäftigten Personen, deren geleistete Arbeitsstunden und Entgelte dafür nachzuweisen und einen von der Berufsgenossenschaft festgelegten Beitrag für die gesetzliche Unfallversicherung zu zahlen. Verstöße gegen die Melde- und Nachweispflichten (Schwarzarbeit) können mit Bußgeld geahndet werden. Von der Versicherungspflicht befreit sind nur der Bauherr selbst und seine Ehegattin; das trifft auch für die Nachbarschaftshilfe zu, die ebenfalls zu den Eigenleistungen zählt.  Der Bauherr / die Bauherrin kann eine Eigenleistungsausfallversicherung abschließen, um das Risiko durch unverschuldete Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit durch Unfall, längere Krankheit oder Tod abzusichern.

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