Effektivzins

Der (anfängliche) Effektivzins ist der effektive Jahreszins, der den tatsächlichen Aufwand für eine Geldanlage bzw. Geldaufnahme (Kredit) angibt. Er weicht in der Regel vom Nominalzins ab, der vertraglich auf den Nennbetrag gezahlt wird. Die Preisangabenverordnung verpflichtet zur Angabe eines Effektivzinses und schreibt die Berechnungsmethode (sog. 360-Tage-Methode) sowie die in die Berechnung einzubeziehenden Kostenbestandteile vor. Einzubeziehen sind danach insbesondere der Nominalzins, die Tilgungshöhe, Agio und Disagio, Bearbeitungsgebühr, Kreditvermittlungskosten, Zinsversicherungen und die Höhe der Restschuld. Nicht einzubeziehen sind dagegen u.a. allgemeine Kontoführungsgebühren und evtl. Schätzgebühren. Bei der Berechnung ist grundsätzlich die gesamte Darlehenslaufzeit zugrunde zu legen. Bei Darlehen, deren Konditionen sich nicht auf die gesamte Darlehenslaufzeit beziehen, wird von einer fiktiven Laufzeit ausgegangen. In diesen Fällen spricht man von einem „anfänglichen“ Effektivzins.

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